Ratgeber
Lohnt sich ein PV-Speicher?
Ein Speicher erzeugt keinen Strom. Er verschiebt Mittagsenergie in den Abend. Ob sich das lohnt, hängt am Abstand zwischen Arbeitspreis und Einspeisevergütung, nicht an der Autarkie allein.
Das Beispiel darunter ist ein übliches Hausdach: 8 Kilowatt-Peak (kWp) nach Süden, 35 Grad Neigung, 4.000 Kilowattstunden (kWh) Verbrauch im Jahr, 5 kWh nutzbare Batterie, kein E-Auto. Die Kosten stehen auf 16.000 Euro, die Vergütung auf 8 Cent (ct) je kWh, der Arbeitspreis auf 35 ct. Drei Karten vergleichen denselben Haushalt ohne Photovoltaik, mit Anlage und mit Anlage plus Speicher.
Ohne Speicher deckt die Anlage vor allem die Stunden, in denen die Sonne scheint und jemand oder ein Gerät Last hat. Beim Profil Berufstätig ist tagsüber nur Grundlast da. Der große Abendverbrauch kommt aus dem Netz. Mit Speicher lädt der Überschuss die Batterie, begrenzt durch die Ladeleistung. Hier sind das 0,5 mal die Kapazität, also 2,5 Kilowatt (kW). Der Wirkungsgrad liegt bei 90 Prozent rund: Laden und Entladen zusammen verlieren ein Zehntel.
Die Batterie wird nie aus dem Netz geladen. Was abends noch im Speicher ist, senkt den teuren Bezug. Was nicht hineinpasst, wird eingespeist und nur mit der kleinen Vergütung bezahlt. Jede Kilowattstunde, die der Speicher vom Mittag in den Abend bringt, spart ungefähr die Differenz aus Arbeitspreis minus Vergütung, abzüglich der Verluste. Steigt der Strompreis, wird diese Differenz größer. Die Vergütung bleibt im Modell über 20 Jahre gleich.
Trotzdem ist ein hoher Autarkiegrad kein Beweis, dass der Speicher sich rechnet. Eine größere Batterie hebt die Autarkie irgendwann kaum noch, weil der Winter die Grenze setzt. Trübe Tage liegen dort mehrere Tage hintereinander. 5 kWh reichen für einen Abend, nicht für eine dunkle Woche. Der Jahresertrag der Module ändert sich durch den Speicher nicht. Es ändern sich Netzbezug, Einspeisung und die Rechnung.
Im Diagramm über 20 Jahre steigt der Arbeitspreis mit dem Satz im Formular, Standard 2 Prozent je Jahr. Der Ertrag sinkt um 0,5 Prozent je Jahr. Ein Speichertausch ist optional: Jahr und Kosten stehen unter „Kosten“ und werden in dem Jahr von der Summe abgezogen. Die gestrichelte Linie sind die Anlagenkosten. Ein Punkt auf der Kurve beschriftet die Amortisation. Liegt der Speicherpreis hoch und die Vergütung nah am Arbeitspreis, kann die Linie darunter bleiben.
Das ist eine Modellrechnung für die Größenordnung, keine Empfehlung und keine Garantie. Schnee, echtes Lastprofil und der Preis in deinem Angebot fehlen. Stell die Kapazität auf 0 und wieder auf 5 oder 8 kWh und lies die drei Karten. Die übrigen Annahmen stehen auf der Startseite.